LOGO Brücke SH
HERZOGTUM LAUENBURG

Rückblick auf einen deutsch-israelischen Fachkräfteaustausch von Udo Spiegelberg
In der jüngsten Ausgabe der "Soziale Psychiatrie" der Deutschen Gesellschaft für soziale Psychiatrie, schreibt Udo Spiegelberg, Verbundmanager der Brücke SH im Kreis Herzogtum Lauenburg, über Idee, Planung und Durchführung sowie Resonanzen eines besonderen Fachkräfteaustausches.
"Israel ist nicht gerade das bevorzugte Reiseland eines aufgeklärten politisch interessierten Menschen" so Spiegelberg, der sich häufig rechtfertigen muss für die Initiative.
Aber für ihn gibt es kaum ein Land, das vergleichbare Herausforderungen stellt: historische Fundgrube, Zentrum von Religionen, Holocaust, kulturelle Parallelen, engagierte Psychiatrie, Apartheit und palästinensisches Selbstbewusstsein... "So viel Nähe zwischen Schrecken und Faszination!"

"Und die Menschen, die wir in Klinik und Clubhouse, in Beratungsstellen und als Streetworker kennengelernt haben, brauchen uns als kritische Geister und Unterstützer, weil sie selber manchmal fremd sind im eigenen Land", so Spiegelberg. Er weiß zum Beispiel von Varda zu berichten, jener "Woman in black", die seit Jahren mit Gleichgesinnten jeden Freitag zum Sonnenuntergang an einer zentralen Kreuzung in Haifa mit Plakaten ein Ende der israelischen Unterdrückungspolitik gegen die Araber fordert, und angegriffen, bepöbelt und bespuckt wird.
Für Varda fahren wir nach Israel.
Oder für Ruthi, die Mitbegründerin der israelischen Friedensbewegung "Schalom Achschaw" (zu deutsch: Frieden jetzt) ist. Oder für Ofer, Zurit, Hana oder Michael...

Derzeit ist der nächste Austausch in Vorbereitung.
Ende März 2017 wird wieder eine Delegation deutscher Psychiatriefachkräfte für eine Woche nach Israel fahren.
Hauptsächliche Station wird Haifa sein. Das Programm ist von der Breite sukzessive in die Tiefe entwickelt worden. Haben wir zuerst viele Einrichtungen besucht und sind nach 1,5 oder 2 Stunden wieder gefahren, sind wir dazu übergegangen, mehrstündig zu hospitieren. Unser Ziel: nicht nur theoretischer input, sondern tatsächliche Intervention, Umgang spüren, Augenhöhe feststellen. Und so, die Partner/innen viel besser kennenzulernen.
Eine besondere Form, Land und Leute kennenzulernen.
Und es verbleibt reichlich Zeit für kulinarische und kulturelle sowie politische Entdeckungen.
Dies wird der vierte Austausch sein! Es ist schon fast eingespielt, persönliche Beziehungen sind entstanden, Freundschaft fast. Eines hat noch nicht geklappt. Bislang sind nur Profis dabei, Psychiatrieerfahrene fehlen! Daran werden wir arbeiten.

Weitere Informationen:
Brücke Schleswig-Holstein gGmbH
Grabauer Straße 27 a
21493 Schwarzenbek
mailbox@bruecke-sh.de
Ruf (0 41 51) 89 89-0
Fax (0 41 51) 89 89-23

Rückblick auf einen deutsch-israelischen Fachkräfteaustausch Von Udo SpiegelbergRückblick auf einen deutsch-israelischen Fachkräfteaustausch  Von Udo Spiegelberg

Copyright © 2017 Brücke SH - Alle Rechte vorbehalten. lauenburg.bruecke-sh.de
CSS ist valide!