LOGO Brücke SH
HERZOGTUM LAUENBURG

„Soziale Arbeit: Vom Außenseiter zum Fernsehstar?“ von Juliane Kraul Rezension von Udo Spiegelberg
Können Generationen von Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeitern aufatmen, da sich ihr - bis dato eher mäßig beleumundeter - Beruf auf einer Welle der Wertschätzung und Achtung bewegt?
Der Frage der Wahrnehmung von sozialer Arbeit in der Öffentlichkeit ist Juliane Kraul, 30, Mitarbeiterin der Brücke SH im Wohnheim Schwarzenbek, in ihrer Masterarbeit in Soziale Arbeit nachgegangen.
Aus unterschiedlichen Perspektiven betrachtet Kraul den Status Sozialer Arbeit in der Öffentlichkeit.
Zunächst analysiert sie das Berufsbild, untersucht Funktionen und Aufgaben, stellt Image und Bild der sozialen Arbeit in den Medien vor, lässt Sozialarbeiterwitze nicht aus und kommt dann zum Schluss, dass Sozialarbeiter im Medium Fernsehen angekommen sind. Nach dem Dorfarzt und dem Kommissar rangiert der Sozialarbeiter auf dem dritten Platz. „…Nun scheint sich die Berufsgruppe aus ihrer randständigen Position vermehrt in den Fokus der Medien zu bewegen…“ (Klappentext).
In der Zusammenfassung ihrer auch durch eine empirische Untersuchung gestützten Arbeit kommt Kraul zum Schluss, dass „…Soziale Arbeit eine überaus hohe Wertschätzung und Anerkennung unter den Befragten genießt. Sie wird als wichtiger Beruf für unsere Gesellschaft wahrgenommen und ist in seinem breiten Tätigkeitsfeld weitgehend bekannt. Dieses insgesamt sehr positive Bild von Sozialer Arbeit ist frei von jeglichen Klischees…“ (Kraul, S. 84).
Auch wenn dieses veränderte Bild nicht zu einer höheren Wertigkeit der Arbeit führt in Form einer höheren Bezahlung. Sozialarbeit wird noch stets deutlich schlechter bezahlt als vergleichbare Berufe (Kraul, Seite 31).
Kraul kommt zum Schluss, dass durch die mediale Berichterstattung Barrieren bei der Inanspruchnahme von professioneller Hilfe eher gesenkt werden und fragt Dank Katja Saalfrank und Co nach.

Copyright © 2017 Brücke SH - Alle Rechte vorbehalten. lauenburg.bruecke-sh.de
CSS ist valide!